Die Geschichte der Siamkatze
Es gibt mehrere Erzählungen über die Siamkatzen, die früher im alten
Siam, dem heutigen Thailand als königliche Katzen in Palästen gelebt haben sollen oder in Tempeln verehrt wurden.
Eine davon erzählt von einer Katze, die beauftragt wurde, die wertvollen
Kelche im Palast zu überwachen, was das Tier sehr ernst nahm.
Sie wickelte ihren Schwanz um einen Kelch. Nach geraumer Zeit konnte sie den Schwanz nicht mehr geradebiegen.
Eine andere Geschichte erzählt von einer Prinzessin, die ihre Siamkatze
vergötterte. Jedesmal wenn sie zum Baden ihren Schmuck ablegte,
streifte sie ihre wertvollen Ringe über den Schwenz der Katze.
Die bog das Schwanzende, damit die Ringe nicht verloren gehen konnten. Die Folge davon war ein Knick im Schwanz.
Eine andere Legende erzählt, dass alle Tempelkatzen ihre Aufgabe
als Beschützerin der wertvollen Gegenstände so ernst nahmen,
dass sie diese Gegenstände ständig anstarrten, bis sie zu schielen begannen.
In dieser Zeit galten der Knickschwanz und das Schielen
noch als Echtheitsmerkmale.
Die erste Beschreibung einer Siamkatze findet man im
"National Library" in Bangkog aus dem Jahre 1350.
Auf einer Zeichnung sieht man eine Katze mit hellem Körper
und Points. Sie wird eine Vichien Mas genannt.
Auch im früheren Siam waren diese Katzen sehr selten und
wurden deshalb nur vom Adel gehalten.
Als 1871 die Siamkatze in die westliche Welt eingeführt wurde und
im Londoner Crystal Palace ausgestellt wurde, dachte niemand daran,
dass diese Katze einmal so bekannt werden würde.
Die damalige Siam war viel runder als die heutige, hatte einen
Knickschwanz und die meisten schielten.
Zum Glück erkannte man, dass dies Fehler waren, die man mit
der Zeit herauszüchtete.
Besser bekannt wurde die Siamkatze allerdings erst 1884, als Owen Gould,
der Bruder des Britischen Genalskonsuls in Bangkog,
ein Siamkatzenpaar mit nach England brachte.
Seine Schwester Mrs. Lillian Velvey stellte diese Katzen aus.
Diese ungewöhnlich gefärbten Katzen mit den faszinierenden
blauen Augen erregten großes Aufsehen bei den Liebhabern.
Man sprach von den "Windhunden" in der Katzenwelt.

Das Bild zeigt eine Siamkatze im
Zoologischen Garten zu Dresden im Jahre 1895. Obwohl die Siamkatze sich im Laufe der Zeit im Aussehen
verändert hat, hat sie nie an Popularität verloren. Sie
gehört zu den bekanntesten Rassen überhaupt.
Im Standart steht in jedem Punkt ein "harmonisch",
und ganau das sollte eine Siamkatze sein,
dieses zauberhafte Wesen, dass seit über hundert
Jahren die Menschen überall auf der Welt verzaubert

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